DTHG-Berufsinformationen: Bühnenhandwerker

Bühnenhandwerker/in

DTHG Glueckwunsch01

Berufsbild

Der Bühnenhandwerker – früher auch Bühnenarbeiter genannt – verrichtet alle Arbeiten, die vor, während und nach einer Probe bzw. Aufführung den Auf-, Ab- und Umbau der Bühne betreffen: Möbel müssen aufgestellt, Kulissen weggebracht, Teppiche gelegt werden und vieles mehr. Auch der Haupt- und Zwischenvorhang wird von ihm betätigt. Der Bühnenhandwerker untersteht dem Theater- oder Bühnenmeister, der ihn mit exakt beschriebenen Tätigkeiten beauftragt.
Eine Art Sonderstellung nehmen hierbei die Maschinisten, Seitenmeister und Schnürmeister ein. Der Maschinist ist für alles zuständig, was von Maschinen bewegt wird: Drehbühnen, Podien, Versenkungen, Eiserner Vorhang usw.. Dabei kümmert er sich sowohl um die Bedienung als auch um die Wartung der jeweiligen Maschine. Der Schnürmeister bedient die Obermaschinerie. Diese umfasst alle Dekorationsteile wie Prospekte oder Vorhänge, die mit Zügen und Gegengewichten über der Bühne aufgehängt sind, per Hand heruntergelassen und festgestellt werden.

Voraussetzungen


Berufe wie Schlosser, Tischler (Theaterschreiner), Zimmerer oder Seiler sind eine gute Basis für die vielfältigen Tätigkeiten eines Bühnenhandwerkers; jedoch bestehen keine formalen Voraussetzungen hinsichtlich Schul- und Ausbildung.
Da die Umbauten – insbesondere während einer Aufführung – schnell, reibungslos und exakt verlaufen müssen, sollte der interessierte Bewerber Zuverlässigkeit und Teamgeist mitbringen. Darüber hinaus sollte er körperlich belastbar sein und hinsichtlich seiner Arbeitszeiten flexibel.

Ausbildung
Es gibt keine geregelte Ausbildung für den Bühnenhandwerker. Wer in dieser Richtung arbeiten möchte, sollte sich am Besten direkt an sein Theater vor Ort wenden und dort nach bestehenden Möglichkeiten fragen.